Bodyslam statt Poetry

Bunter Nebel, lauter Sound und fliegende Schwergewichtler zeigen uns eine etwas andere Art der Tragikomödie in der Neuen Welt von Huxleys. Eher als „Proletarierunterhaltung“ gesehen, wird die Wrestling-Kultur bis heute nur von gewissen Wenigen, als Sportart klassifiziert. Doch kann sie mehr als eine Kampfinszenierung grölender, verkleideter Kerle sein, denn gerade die Transparenz der Show bleibt für die Meisten verschleiert und erschliesst sich erst mit einem profunden Verständnis von Machart, Match-Dynamik und Dramaturgie. Diese Erkenntnis kann sich sogar zu einer spannenden Suche nach Glaubhaftem entwickeln. Das Hinterfragen von Echtheit und Fälschung ist bei Wrestling so präsent, dass seine spezifische Ästhetik und Athletik vor allem »eingeweihte« Fans mit einer zusätzlichen Ebene des Genusses belohnt.
Die Jungs von German Wrestling Federation um Ahmed Chaer und Crazy Sexy Mike gestalten schon seit 12 Jahren die Wrestling-Szene und laden Schaulustige monatlich zu einer dramatischen Vorführung von Kraft und Stärke ein. Im Shake am Berliner Ostbahnhof hat sich die GWF zur festen Partyszene etabliert und auf ihrer Homepage kann man sich die Tickets ergattern und so eine Show selbst mal live miterleben.

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