Imponierend der Ort – Imponierend der Preisträger

Wirklich Imponierendes kam in der Humboldt-Box zusammen. Gemeint sind die Sky-Lounge und besonders ein Preisträger – Prof. Dr. Claus Hipp, der vom Deutschen Verpackungsinsitut (dvi) geehrt wurde.

Prof. Dr. Claus Hipp wurde für sein Lebenswerk mit dem Dieter Berndt Preis ausgezeichnet. Gewürdigt werden mit diesem Preis Personen aus Wirtschaft und Gesellschaft, die wichtige und nachhaltige Entwicklungen initiieren, tragen und stützen sowie entscheidende Werte und Errungenschaften bewahren und schützen.blog a DSC_0870

Die Laudatio hielt, im Rahmen der Verleihung des Deutschen Verpackungspreises, der dvi-Vorstandsvorsitzender Thomas Reiner, der die „im höchsten Maße vorbildlichen und beeindruckenden Leistungen hervorhob. Vielen ist Prof. Dr. Claus Hipp als ein überaus verantwortungsbewusster Unternehmer, der viel Engagement in Nachhaltigkeit und Ökologie in Verbindung mit ethische Handeln, gesteckt hat, bekannt. Weniger bekannt ist sein Wirken als Künstler und Dozent. Er führt eine Art Doppelleben, denn unter seinem Geburtsnamen Nikolaus Hipp malt er Bilder, die weltweit in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen gezeigt werden, auch hat er einen Lehrauftrag an der Kunstakademie.

Die Brücke zur Verpackung ist auch schnell gebaut. Thomas Reiner zitiert dabei Prof Dr. Hipp mit den Worten: „Der Verpackung fällt die anspruchsvolle Aufgabe zu, die Werte des verpackten Guts zu erhalten und nach außen hin auszudrücken. Dabei darf sie nach Gebrauch jedoch nicht zur Belastung werden oder Werte vernichten, sondern soll im Gegenteil möglichst auch für die weitere Nutzung von Wert sein.“

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Prof. Dr. Hipp ging gerne auf die Punkte ein, in dem er die Zweckmäßigkeit und Ästhetik, die immer zusammengehören hervorhob. Er betonte, dass wir immer gewahr sein müssen, was wir durch Verpackungen auch in der Umwelt anrichten. Weit ausführlicher ging er dann aber auf die Ethik im Wirtschaftsleben und den ehrbaren Kaufmann ein.

Er schlug hier einen großen Bogen, die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und sozialen Aspekte betreffen. In seiner Person als Pionier und überzeugter Humanist verdeutlicht er mit seinen altphilologischen Zitaten, die aber nie belehrend von ihm verwandt wurden, die Probleme in Bildung, Ausbildung und Weiterbildung. Er legt genau dort den „Finger in die Wunde“, wo es seit geraumer Zeit – wehtut – die Bildung. Das Fazit: die Vielwisserei, die schon jahrzehntelang in unseren Schulen priorisiert wird, lehrt eher nicht den Verstand, d.h. die Art wie Wissen vermittelt wird ist ineffektiv.

Er erinnerte auch an den großen Schweizer Pädagogen Pestalozzi, der gefordert habe, die Ausbildung junger Leute müsse „Haupt, Hand und Herz umfassen. Oder anders gesagt: Geist, Geschick und Gemüt.“

Er spricht auch Mut zu, in dem er mahnt auch Niederlagen anzunehmen und daraus seine Lehren zu ziehen, denn wer gar nichts unternimmt erfährt auch keine Niederlagen, macht aber auch keine Erfahrungen.

In seinen sehr umfangreichen Ausführungen kann man folgende Aussagen hervorheben: „Es muss nicht jeder eine Intelligenzbestie sein. Die Hand steht auch für Kreativität. Kreativität ist für die Zukunft von entscheidender Bedeutung. Sie findet neue Wege und neue Lösungen. Und Kreativität kann man fördern. Dafür darf man die kreativen Fächer allerdings nicht aus den Lehrplänen entfernen. Und wir müssen den anständigen Umgang miteinander lehren. Dafür steht das Herz. Wir vertun viel zu viel Kraft in Reibereien und Kämpfen, auch in Unternehmen. Anständiger Umgang ist dabei keine neue Erfindung. Schon die alten Griechen haben diesen gepredigt. Sie nannten es Tugenden, als da sind Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Maßhaltung. Man darf sich auch nicht von Statussymbolen abhängig machen.“

Nach Prof. Dr. Klaus Töpfer im Jahr 2015 ist Prof. Hipp der zweite Träger des Preises, mit dem das dvi das ideelle Erbe seines Gründers Prof. Dieter Berndt bewahren und erhalten will. Prof. Dieter Berndt (1938-2013) war als Gründer, Hochschullehrer, Nachwuchsförderer und Impulsgeber eine der prägenden Figuren der deutschen Verpackungswirtschaft.

Das Außergewöhnliche wurde durch die beiden Orte in der Humboldt Box unterstrichen Auf den beiden Etagen Premium Eventfläche konnte man hautnah die Faszination aus urbanem Stil, außergewöhnlicher Architektur und grandiosem Ausblick genießen.

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